Romy

betr.: 33. Todestag von Romy Schneider

Bei der „Comedy Factory“ waren wir maskenbildnerisch in der Hand von zwei osteuropäischen Kollegen: eines jungen Mannes, der ein Faible für Gothic hatte, und einer jungen Mutter. Diese wurde von unserem – durchweg männlichen – Ensemble besonders geliebt: sie war ein Schatz, eine tüchtige alleinerziehende Mama und außerdem ein Original.
Einmal sprachen wir über unsere Vornamen – die in ihrem Akzent viel hübscher klangen. Otto war Oto, Roland wurde zu Rolland und Lou war für sie „der Loo“.
Als ich sie fragte, wie sie zu ihrem Namen gekommen sei, meinte sie, ihre Mutter hätte „Romy“ ausgesucht, ohne zu wissen, wie der Name in seiner offiziellen Langfassung lautet. Romy wäre doch sicher nur eine Abkürzung.
Ich überlegte.
„Ich würde sagen, das ist die weibliche Form von Romuald“, schlug ich schließlich vor.
Romy war gar nicht begeistert.
„Wenn die gewußt hätte!“ meinte sie. Das könne ihre Mutter doch nicht gewollt haben, dass sie Romulada heißen solle.

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