Die 5 schlimmsten Lügen über Franz Josef Strauß

betr.: 100. Geburtstag von Franz Josef Strauß

Dieser Beitrag ist nicht originell – er geschieht in Notwehr! Es ist unsagbar ermüdend, die folgenden Sottisen auch in der seriösen öffentlich-rechtlichen Berichterstattung immer wieder hören und lesen zu müssen. Auch aus dem Munde des höflichen politischen Gegners. Noch immer!

Strauß war das größte politische Talent seiner Generation.
Die Generation davor hätte das sicher besser zu schätzen gewußt.

Strauß war von überragender Intelligenz.
Ein Mann, der nicht merkt, dass er zum Erreichen seines größten erklärten Zieles außerhalb des heimischen Bierzeltes nicht wie ein wildgewordener Keiler auftreten darf, soll so wahnsinnig intelligent gewesen sein? Wer so viel weiß und so gut Latein kann, hat wohl ein Anrecht darauf, auch dann noch als intelligent durchzugehen.

Strauß war – hinter seiner harten Fassade – sehr empfindsam.
Seine Tochter erzählt es immer wieder gern: Wenn die Öffentlichkeit nicht nach seiner Pfeife tanzte, konnte er sich ganz schön selber leidtun. Die eigenen Schmerzen empfand er grundsätzlich mit großer Präzision. Es ist wohl eine Definitionsfrage, was man unter „empfindsam“ versteht …

Strauß hat viel für Bayern getan!
Das könnte sogar zutreffen – leider ließen sich diese Wohltaten kaum mit den Gesetzen des Anstandes und den Interessen des Bayern umgebenden Staatengebildes vereinbaren.
Andererseits hat er viel für den Erhalt der DDR getan.

Strauß war doch wenigstens lustig! Persönlichkeiten von solchem Format fehlen heute in der Politik.
Das stimmt, wenn Politik nur noch der Zerstreuung dient und keinerlei gesellschaftliche oder gar politische Konsequenzen hat. Das stimmt, wenn man sich auch nach Leuten wie Chruschtschow zurücksehnt, weil der immer so lustig mit dem Schuh herumgepoltert hat. Oder nach Alfred Hynkel, dem Diktator mit dem Schnurrbärtchen in dem Chaplin-Film – aber der hatte den Vorteil, dass er den Blödsinn nicht ernst meinte.

Uff! Endlich ist er hundert! Hören die Phrasen denn jetzt bald mal auf?
Wir haben die Pflicht, zu hoffen!

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