Die Marvels wie sie wirklich waren: Sub-Mariner (1)

Diese Serie mit Artikeln zur Geschichte der Marvel Comics aus dem Silver Age ist eine Übernahme aus dem Fanmagazin „Das sagte Nuff“ (2005-10). Ich bedanke mich herzlich für die Genehmigung, sie hier leicht aktualisiert wiederzugeben. 

Das Wichtigste zuerst: der Sub-Mariner wird nicht auf der dritten Silbe betont, wie es uns die Beatles mit ihrem gelben Unterseeboot vorgemacht haben, sondern auf der zweiten („Sap-Merriner“). Vieles vom Zweitwichtigsten habe ich über diesen, einen meiner ewigen Marvel-Lieblingshelden bereits in einem früheren Artikel geschildert* – z.B. eine ausführliche Inhaltsangabe. Deshalb fällt Daniel Wamslers Beitrag etwas kürzer aus.

Prinz Namor, der Held von Atlantis
von  Daniel Wamsler
http://dassagtenuff.blogspot.com/ 

Des Sub-Mariners eigene Reihe nach “Tales To Astonish” präsentierte der Williams Verlag erstmals in „Die Spinne“ Nr. 41. Die Originalcover wurden meist für die Einleitung der Fortsetzungen benutzt. Zeichner: John Buscema.

Namor, der Sub-Mariner

Wenn man die Anfangstage der Williams-Version von „Prinz Namor, Held von Atlantis“ ignoriert, wird einem kaum bewusst, wie viel der Verlag wirklich gekürzt hat. Nicht nur, dass gleich zu Beginn Namors zweite Episode aus “Tales To Astonish” (TTA) # 71 fehlt, kurz darauf ersetzte man in „Die Spinne“ Nr. 3 (TTA # 73) eine komplette Comic-Seite durch Verlagseigenwerbung für die Frankenstein-Reihe. Irgendwie schien der Platz, zumindest im ersten Jahr, nie völlig ausreichend: eine Seite weniger in Die Spinne Nr. 6 (TTA # 76), drei Seiten aus TTA # 77 verspätet nach der Eröffnungsseite in „Die Spinne“ Nr. 8, TTA# 79 ausgelassen, zwei fehlende Halbseiten in „Die Spinne“ Nr. 9 (TTA # 80) und je 1 bis 4 fehlende Seiten in „Die Spinne“ Nr. 10 – 18 (TTA # 81-89). Erst nach zwei vertauschten Seiten in „Die Spinne“ Nr. 23 (TTA # 92) und dem Jahreswechsel 1974/75, ist auch die Williams-Ausgabe des Sub-Mariners mustergültig.

Weit vollständiger und damit mindestens als Ergänzung empfehlenswert ist die farbige Version des Sub-Mariners in den späten Hit Comics. Einziges Manko: der Wirrwarr der Veröffentlichung quer durch alle Hit Comics-Unterserien und die kaum nachvollziehbare Reihenfolge. Angefangen mit FV Nr. 226 über „Thor“ Nr. 206 zu „Spinne“ Nr. 237, „Rächer“ Nr. 213, „Der Dämon“ Nr. 1, X-Menschen Nr. 217, einer kleinen Lücke (TTA # 76), über „Spinne“ Nr. 230-231, FV Nr. 240 – 241, „Der Dämon“ Nr. 4, einer weiteren Auslassung (TTA # 82) zu FV Nr. 244 – 248, „Spinne“ Nr.  243 und einer fehlenden Episode (TTA# 89), FV Nr. 239, FV Nr. 249, „Spinne“ Nr. 252-253, „Der Dämon“ Nr. 3, „Spinne“ Nr. 254, den schwarzweißen Hit Comics Nr. 75, 83 und 91, brummt dem Leser zwangsläufig der Schädel Und die teilweise an einen LSD-Trip gemahnende Farbgebung, in der Namor grüne Beine hat, muss man auch mögen.

Aus dem Marvel Cinematic Universe blieb Prinz Namor ausgesperrt, und am 1. April 2018 musste er sich auch noch in der Serie „Family Guy“ als schlechterer „Aquaman“ demütigen lassen – was umso gemeiner ist, wenn man bedenkt, dass sein Schöpfer Bill Everett ebendiesen Aquaman als Auftrags-Plagiat des Sub-Mariners angefertigt hat.**

Prinz Namors ganz und gar unrühmlicher Gastauftritt in der TV-Episode „Veteran Guy“. Dass er seine Meerestiere nicht im Griff hätte, ist allerdings nicht zutreffend. Er produziert dabei nur keine Kringelchen.

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* Siehe https://blog.montyarnold.de/2016/10/01/aquarius-prinz-namor-der-held-von-atlantis-die-deutsche-chronologie-von-marvels-sub-mariner/
** Die ganze Geschichte unter https://blog.montyarnold.de/2017/02/27/irgendwo-dort-unten-bill-everett/

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