Die schönsten Hörspiele, die ich kenne (10): „Der Maulwurf“

„Der Maulwurf“ – BBC-Hörspiel von Rodney David Wingfield, übersetzt von Marianne de Barde, Regie: Manfred Marchfelder – Produktion: SDR 1980 – Credits unter http://xn--hrdat-jua.de/pdf.pl?a=Wingfield&b=Der+Maulwurf&c=SDR

Frank Piccart kommt zu einem vermeintlichen Geschäftstermin nach London. Er ist überrascht, in seinem alten Kollegen Bill Spence (der köstliche Joachim Wichmann), den er im Foyer trifft, einen Mitbewerber um den angestrebten Job vorzufinden. Beide dienten 35 Jahre zuvor in einer Spezialeinheit des britischen Geheimdienstes, die den französischen Widerstand gegen die Nazis organisierte.
Kaum hat der Termin begonnen, verliert Pickert das Bewusstsein und wacht wenig später stark benommen in einem Kellerverlies auf, wo er Spence und Jack Roberts, einen weiteren Ex-Spion, wiedertrifft. Wie sich herausstellt, sind die drei in eine Falle gelockt worden. Alle sind sie verdächtig, kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs einen vierten Kollegen umgebracht zu haben. Der Täter war ein Doppelagent, und er ist noch immer aktiv …

Vielleicht haben Krimis aus dem Kalten Krieg heute – in der Zeit des völlig absichtslosen Terrors und der unübersichtlich gewordenen politischen Lagerverläufe – generell etwas Plüschiges, Anheimelndes. Auf diesen hier, er entstand und spielt im Jahre 1980, trifft das in höchstem Maße zu. Er braucht nur wenig Platz und (wundervolles) Personal, um seinen Konflikt auszutragen. Die Methode, mit der die Agenten genarrt werden, gleicht dem Kniff in „36 Hours“, einem besonders hübsch konzipierten Film aus der Blütezeit der Agenten-Thriller.

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