Der Komiker als Filmheld (7): „King Of Comedy“

In dieser Reihe werden Filme vorgestellt, deren Helden Komiker sind. Nach einer kurzen Inhaltsangabe werden die Filme hauptsächlich danach beurteilt, wie kundig und glaubhaft sie diesen Beruf abbilden. (Meistens entspricht dieser Aspekt aber auch der Gesamtnote.) Biopics werden an anderer Stelle behandelt.

„King Of Comedy“, USA 1982

Das distanzlose, unausstehliche Muttersöhnchen Rupert Pupkin hat erkannt, dass er es trotz des Talents, dessen er sich zu unrecht verdächtigt, nur dann ganz nach oben schaffen kann, wenn er unfeine Methoden anwendet. Er entführt einen berühmten Komiker, der sein Altenteil als Late-Night-Moderator genießt. Damit erpresst er sich einen Live-Auftritt in dessen Fernsehshow. Sein Plan geht auf: er wird erst berüchtigt und dann berühmt!

„King Of Comedy“ ist möglicherweise der böseste, sicherlich der ehrlichste und intelligenteste Film über das Comedy-Business, die schauspielerisch krönende Glanzleistung von Jerry Lewis und einer der komischsten Filme der 80er Jahre.* Ebensosehr Drama wie Komödie, hatte es das Werk schwer an der Kinokasse, wo eine klare Genre-Zuordnung allgemein geschätzt wird. Die grauenvollen Einblicke in die Branche – ganz besonders die Szenen, in denen Pupkin in einen TV-Sender oder die Privatwohnung seines Idols eindringt – sind von einem so konsequenten Realismus, dass es einem die Fußnägel hochklappt.
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* Siehe dazu auch https://blog.montyarnold.de/2017/04/17/die-schoensten-filme-die-ich-kenne-king-of-comedy/   

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Eine Antwort auf Der Komiker als Filmheld (7): „King Of Comedy“

  1. John sagt:

    King Of Comedy ist in menien personal top ten!

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