Zurück in die einstige Zukunft

betr.: Trump-Ära im Film

Als jugendlicher Kinogänger hat mich die Zukunftsvision der „Back To The Future“-Filme sehr fasziniert, vor allem natürlich in modischer und technischer Hinsicht. Vor fünf Jahren sah ich mir die Komödientrilogie abermals an, um herauszufinden, wie gut sie es tatsächlich geschafft hat, nach vorn zu blicken – ein Jahr zu früh, um das seherische Potenzial des Werks zu erkennen. Der dystopisch-fiese zweite Teil (den ich besonders mag) entwirft für das Jahr 2015 ein Szenario, in dem ein primitiver Schulhof-Tyrann das amerikanische Gemeinwesen zerstört und die Trümmer einem rasenden Mob überlassen hat. Er hat sich nicht zum Präsidenten wählen lassen, sondern es mit ergaunertem Geld geschafft, aber die Parallelen zur inzwischen erlebten Gegenwart sind mit Händen zu greifen. Und ich habe diesen Film zuletzt (wenn auch warmen Herzens) danach beurteilt, dass die 2010er Jahre aussehen wie die 80er (ganz im Gegensatz übrigens zu den Filmen aus den 2010er Jahren, die in den 80ern spielen).

Michael J. Fox blickt ins Auge einer Statue mit eigenwilligem Haarteil. (20th Century Fox Home Entertainment)

Im Film gibt es Hoffnung: der Zeitreisende Marty McFly und sein schräger Erfinderfreund Doc Brown schaffen es, ihren Fehler zu korrigieren, der dem Bösewicht in die Hände gespielt hat. Wenn das doch im wirklichen Leben auch so einfach wäre.

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