Medienlexikon – Film und Fernsehen (Box-Cam)

Fortsetzung vom 16. April 2021

Box Office
Im gründlichen Deutschland zählen wir die Zuschauer, um den Erfolg eines Films zu messen. In den USA wird auf die Einnahmen geblickt. Als „Box Office“ wird das Einspielergebnis eines Films (oder einer Show) bezeichnet. Auch wenn weniger Menschen ins Kino gehen, sorgt die Inflation so ständig für neue Rekorde. Der Begriff verweist ins 18. Jahrhundert, als im Theater Logen („boxes“) verkauft wurden.

Bromance
Das Mischwort aus „bro“ (Kumpel) und „romance“ bezeichnet eine innige, jedoch nicht sexuelle Beziehung unter Männern. Komikergespanne bedienten dieses Konzept schon in der Stummfilmzeit (Laurel & Hardy) und in der Technicolor-Ära (Dean Martin & Jerry Lewis) und tun es heute vor allem in ->Action-Klamotten. Außerdem stehen solche Verhältnisse gern im Drehbuch (Frodo und Sam in „Der Herr der Ringe“, 2001-2). Immer wieder haben die Hälften solcher Paare das Bedürfnis, ihre Heterosexualität mit rüdem Humor zu unterstreichen („Trauzeuge gesucht!“ oder „Hangover“, 2009).

Cameo
Der Kurzauftritt einer bekannten Person der Zeitgeschichte, eines Schauspielers oder eines Regisseurs. Alfred Hitchcock ist fast von Anbeginn in all seinen Filmen kurz persönlich zu sehen, Stan Lee wurde in sämtliche Beiträge zum „Marvel Cinematic Universe“ eingeladen, die er noch miterlebte. In ->Biopics gesellschaftspolitischer Promis werden nach Möglichkeit die realen Vorbilder einmal durchs Bild geschickt (1996 Larry Flint in „Larry Flynt – Die nackte Wahrheit“, 2002 Frank Abagnale in „Catch Me If You Can“), in ->Remakes die Darsteller früherer Verfilmungen.

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