Ohne Worte! … Mike Oldfield

betr.: 48. Geburtstag des Albums „Tubular Bells“ / 68. Geburtstag von Mike Oldfield (vor 10 Tagen)

Mike Oldfield war für mich Außenstehenden immer der Held des Irish Folk, die besser informierten Musikredakteure ordnen ihn ebenso prominent unter Progressive Rock ein. Aber schon dieser Begriff passt für mich nicht zu seiner Musik – zu verspielt und melodiös ging es da zu und oftmals – siehe oben – sehr folkloristisch. (Nun gut – Oldfield ist Engländer, kein Ire.)
In den 70er und ganz frühen 80er Jahren schafften es regelmäßig Instrumentals in die Charts. Und sie blieben danach in Umlauf – als Evergreens, als Erkennungsmelodien, sie tauchten in Filmen und TV-Magazinen auf oder dienten als Füllmusik vor den Nachrichten im Radio. Neben Mike Oldfield waren es vor allen Jean-Michel Jarre und The Alan Parsons Project, die diese Musik hervorbrachten. Dann kam das Formatradio, und es war augenblicklich aus mit ihr.

In dieser inzwischen vergriffenen Box ist das Wesentliche drin. Wer sie öffnet, ist im Handumdrehen so sprachlos wie ihr Inhalt.

„Tubular Bells“ war das Debütalbum des 20jährigen Oldfield und der erste Titel, der auf Virgin Records herauskam. Aber im Grunde sind seine frühen Alben bis 1980 ein Gesamtkunstwerk. Die Historiker lassen schon 1979 seine „Popmusikalische Phase“ beginnen. Diese beginnt die für mich erst 1982 mit den Album „Five Miles Out“. (Es müsste um die Zeit gewesen sein, als der Musiker die Phase seiner Therapiesitzungen für beendet erklärte.) Auf einmal klang Oldfields Musik so wie Rock und Pop eben üblicherweise klingen. Es war gute Musik, aber sein Personalstil war futsch. Bis heute wird „Tubular Bells“ als seine denkwürdigste Schöpfung angesehen, doch seinen kommerziell größten Erfolg hatte er mit Konventionellem wie „Moonlight Shadow“ oder „Shadow On The Wall“. Er sei ihm gegönnt.

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