Zulieferer für das Showgeschäft

betr.: 34. Todestag von Jerry Livingston

Dass Jerry Livingston auf diesem Cover dem jungen Al Capone ähnlich sieht, hat einen tieferen Sinn: die magere Auswahl dieser Liedersammlung ist wirklich kriminell.

Die Legende will wissen, dass der jugendliche Jerry Livingston mit der Band, der er als Pianist diente, irgendwo in Ohio ankam, um zu erfahren, dass der Gig kurzfristig abgesagt worden sei. Sollte er jetzt mit leeren Händen nach Hause fahren (in die noch tiefere Provinz), oder auf gut Glück nach New York weiterreisen? Er warf einen seiner neun Dollars in die Höhe, um das Schicksal entscheiden zu lassen – und begann ein neues Leben. Das war im Jahre 1932.
Jerry spielte Klavier in einem chinesischen Restaurant gegenüber dem Brill-Building, in dem ein wichtiger Musikverlag saß, und bald darauf war er einer der großen Songschreiber der damaligen Hauptstadt der Popmusik. 40 Jahre sollte seine Karriere dauern.

Dass sein Name selbst Spezialisten des Great American Songbook spät oder gar nicht in den Sinn kommt, liegt an der vielgestaltigen Kleinteiligkeit, mit der seine Arbeit in die unterschiedlichsten Werke Eingang  fand: in TV-Serien („77 Sunset Strip“ oder der BugsBunny-Eröffnungssong „This Is It!“), in Disney-Trickfilme („A Dream Is A Wish Yor Heart Makes“), JerryLewis-Komödien („You And Your Beautiful Eyes“), Western („The Hanging Tree“) und sogar in ein Musical („Cat Ballou“), das er mit Mack David schrieb, seinem sicherlich wichtigsten Songtexter.

Dieser Beitrag wurde unter Fernsehen, Film, Filmmusik / Soundtrack, Musik, Popkultur abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.