The Glorious Theater Lyrics Of Monty Arnold: „Control Yourself“

betr.: 14. Todestag von Nana Gualdi / 84. Todestag von George Gershwin*

Vor 24 Jahren bekam ich einen erfreulichen Auftrag: Nana Gualdi bat mich, den Song „Control Yourself“ (einen parodistischen Titel von André Previn!) von Cleo Laine für ihre Personality-Show ins Deutsche zu übertragen.
Sie lobte das Ergebnis, was mich sehr freute, und baute es auch in ihre Show ein, was letztlich das noch größere Lob ist.
Im Laufe der Jahre fiel mir natürlich manches ein, was ich lieber anders gemacht hätte. Zunächst hätte ich – wie mich ein Kollege richtigerweise ermahnte – den Running Gag besser herausstellen sollen, dass der Sängerin immer dann die Gäule durchgehen wollen, wenn sie das Wort „Mann“ auch nur singt. Weiterhin ist der Reim „Wahrheit“ / „Klarheit“ echt peinlich – es sei denn, man hat kein Problem damit „Herz“ auf „Schmerz“ zu reimen. (Eigentlich ist er es auch dann noch.)


CONTROL YOUSELF
Written-By – André Previn, Dory Langdon

Ich war noch kaum drei Käse hoch, da sang mir meine Mutter schon
das alte und wenig charmante Lied:
„Beherrsche Dich!“, und seit der Zeit beschneide ich und nerv ich mich
und falle höchstens auf, wenn es keiner sieht.
Das Leben ist zu kurz, um sich zu strapazier’n.
Sei still, mein Kind, Du könntest was verlier’n.
Jawoll, mein Kind!
Ich will nicht mehr so statisch sein, so cool und hanseatisch sein,
doch kann ich heute nicht mehr aus meiner Haut.
Ich muß so bieder sein, wie Ida sein,
ach, hätte ich doch früher mich getraut.

(Zitat „I Got Rhythm“)*
Ich hab Pfeffer, ich hab Rhythmus, ich hab Kerle…

Bezwinge Dich, beherrsche Dich, verliere Deine Nerven nicht,
es ist sogar bis heute das alte Lied.

(Zitat „Secret Love“)
Schön wie heut kann keine Liebe sein! Schön wie der Mann…

Und seit der Zeit beherrsch ich mich, beschneide ich und nerv ich mich
und falle höchstens auf, wenn es keiner sieht.
Das Leben ist zu kurz, um sich zu echauffier’n.
Drum mußt‘ ich dummes Huhn mich reduziern.
— Ich will nicht mehr!

Mein Traum verendet im Sumpf der Wahrheit.
Vor mir liegt nichts mehr als nur die Klarheit.

(Zitat „Ol‘ Man River“)
Am Ol‘ Man…

Ich will nicht mehr so statisch sein, so holzig-hanseatisch sein,
ich klebe wie ein Kissen auf meinem Stuhl.
Was wär ich zickig heut, und rockig heut, und flippig, schrill und bockig heut,
ein Strudel und ein Wirbelwind, kein braves, nettes Hasen­kind,
ach wär ich doch nicht immer so schrecklich cool!

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