Marvels Mandarin Mix Up (2)

Fortsetzung vom 27. November 2015

The deadly hands and fists of Kung Fu

Als der Comicautor Steve Engelhart und der Zeichner Jim Starlin 1973 sich auf einer (offensichtlich etwas müden) Party dem Fernseher zuwandten, brachte sie die ABC-Serie „Kung Fu“ auf die Idee, Marvel einen Martial Arts-Helden vorzuschlagen. Warum sollte sich der Trend, den der frühe Tod des Idols Bruce Lee zurückgelassen hatte, nicht auch im Comic ausschlachten lassen?
Das Ergebnis waren 125 Ausgaben von „Master Of Kung Fu“ um den humanistischen Gangster-Sohn Shang-Chi, gestaltet von Zeichnern wie Paul Gulacy, Mike Zeck und Jim Craig.

Es folgte ein monatliches Kung Fu-Magazin mit dem Titel „The Deadly Hands Of Kung Fu“, das der deutschen Taschenbuchausgabe der Comics seinen Namen gab. In diesem Magazin gab es redaktionelle Texte über Bruce Lee, seine Ursprünge und Epigonen sowie Klatsch aus der Kampfsportszene. Außerdem erschienen dort die Abenteuer der „Sons Of The Tiger“ und von „Iron Fist“, Shang-Chi war weiterhin mit dabei. Die Geschichten arbeiteten – wie bei Marvel üblich – mit langen Handlungssträngen und Cliffhangern.

Die jüngste Combo in Marvels Flirt mit der asiatischen Kampfkunst.

„The Sons Of The Tiger“ sind ein Trio aus dem Asiaten Lin Sun, dem Afroamerikaner Abe Brown und dem kaukasischen Filmstar Bob Diamond, drei Meistern der Martial Arts. Über ihr Tiger-Amulett können sie ihre Schlagkraft sogar noch bündeln. Dick Giordano und George Perez besorgten die Zeichnungen, die Serie blieb ein Geheimtipp.
Shang-Chi wurde unterdessen durch einen Rechtsstreit mit den Erben von Sax Rohmer ausgebremst und war lange Zeit von der Veröffentlichung ausgeschlossen.
Den größten Erfolg hatte „Iron Fist“. Dahinter verbirgt sich der Millionenerbe Danny Rand, der als Kind die mythische Stadt K’un-Lun entdeckt. Hier erhält er eine zehnjährige Ausbildung, die ihn zum obersten Krieger macht. Er wird seinerseits Luke Cage alias „Powerman“ (später der erste afroamerikanische Comicheld mit eigener Serie) ausbilden und mit ihm das Team „Heroes For Hire“ bilden. Die Männerfreundschaft der beiden gibt dieser Reihe den Unterton einer Buddy-Komödie.

Netflix widmete „Iron First“ und „Luke Cage“ eigene Serien, und auch der alte Shang-Chi ist noch nicht am Ende. Für den Herbst ist sein Kinodebüt geplant: „Shang-Chi And The Legend Of The Ten Rings“.

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