Doc Savage – Die Festung der Einsamkeit (4)

Eine phantastische Erzählung von Kenneth Robeson

Siehe dazu: https://blog.montyarnold.de/2021/10/06/19056/

Fortsetzung vom 23. Oktober 2021

2. Kapitel
Eines Mannes schwarzer Geist
(A Man’s Black Ghost)

Es wäre immer noch nicht zu spät gewesen, hätte Doc Savage jetzt etwas von der Existenz John Sunlights und von dessen Aufenthalt erfahren. Doc Savage verfügte über schnelle Flugzeuge, er hatte Mut, und so hätte er seine arktische Insel noch rechtzeitig erreicht, denn es gelang John Sunlight zunächst nicht, Zugang zu der seltsamen blauen Kugel zu finden.
Er sah sich das Gebilde nachdenklich an, er suchte die Fugen, die mindestens dort, wo die Halbkugel auf die Erde traf, zu finden sein mussten. Aber es gab keine Fugen. Die glasähnlichen Wände schienen fest mit dem Felsen verschmolzen.
John Sunlight betastete die Wände. Sie waren hart und kalt wie Stahl. Er presste das Gesicht dagegen und versuchte, hindurchzuspähen. Die Wände schienen durchsichtig, aber er sah nur sein Gesicht, das sich in der bläulichen Masse spiegelte.
Er ging um das Gebilde herum. Er fand keine Tür, kein Fenster, nichts. Es dauerte lange, bis er sich eingestand, dass er den Zugang, den es bestimmt gab, nicht fand. Dann kehrte er zu den anderen zurück.
„Holt ein paar Vorschlaghämmer vom Eisbrecher“, befahl er.
Die Männer waren apathisch; Titania und Giantia holten ihm das Werkzeug vom Schiff. Sunlight suchte sich den schwersten Hammer aus.
„Bleibt hier.” Seine Augen lagen tief in den Höhlen und waren dunkel umrändert. „Keiner von euch geht mir zu der Blauen Kuppel!“
Die Männer und Frauen waren ohnehin nicht dazu aufgelegt, sich durch knietiefen Schnee zu arbeiten. Ihre Erschöpfung war größer als die Neugier.
Sunlight brauchte noch länger als beim ersten Mal für den Weg zu der Blauen Kuppel, und als er am Ziel war, stellte er sich breitbeinig auf, riss den Vorschlaghammer hoch, nahm seine Kräfte zusammen, Kräfte, die niemand in seinem hageren Körper vermutet hätte und die auch durch die Entbehrungen der letzten Monate nicht völlig geschwunden waren, atmete tief ein und ließ den Hammer auf die seltsame, scheinbar transparente blaue Wand niederprallen. Es klang, als hätte jemand eine riesige Glocke angeschlagen. Sunlight warf den Hammer fort und besah sich die Stelle, die er getroffen hatte. Wieder stieß er ein leises Knurren aus. Die seltsame blaue Masse wies nicht einmal eine Schramme auf.

Sunlight griff wieder zum Hammer. Er schlug zu wie ein Besessener, er arbeitete sich in Schweiß, er war wie von Sinnen. Er wütete noch immer, als der Eskimo ihn mit gutturaler Stimme ansprach.

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