Die Outtakes von Ralf König (120): „Herbst in der Hose“ (xix)

Im Handyladen wird Konrad noch einmal auf die harte Tour daran erinnert, dass er aus einem anderen Jahrhundert stammt.

Handyladen 05 Weiterlesen

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Die Seriale 2018 – 4th DigitalSeriesFestival Giessen

betr.: 3. Festivaltag / Auszeichnungen

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Noch nie gab es auf der Seriale so viele Preise wie diesmal, und doch hat es meine persönlichen Favoriten mal wieder nicht erwischt. (Den wiederholten wohlverdienten Erfolg von „2 Aliens“ will ich hier als obligatorisch ausklammern.) Während Sie sich unter www.die-seriale.de mit den Siegern freuen können, gibt es hier eine subjektive kleine Nachlese.

TrophäenEinige der Trophäen warten noch auf ihre Empfänger in aller Welt.

Viele der (ausgezeichneten) Serien haben auch mir zunächst gefallen, dann aber in der Umsetzung ihrer Grundidee zu viele Minuspunkte eingefahren, besonders in puncto Schauspielerführung. Weiterlesen

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Die Seriale 2018 – 4th DigitalSeriesFestival Giessen

betr.: 2. Festivaltag

Der Wetzlarer Poetry-Slammer Stefan Dörsing trat vor jedem der ersten vier Screenings mit einem kleinen Gedicht zur Seriale auf. Heute würdigte er den Festivalchef mit einem Text, der in einen erfrischenden Kalauer mündet, auf den auch jeder selbst hätte kommen können – aber nicht kam, daher: große Heiterkeit allenthalben. Und überhaupt! Ich bedanke mich herzlich für die Genehmigung des Abdrucks.

Csongor Dobrotka

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Die Seriale 2018 – 4th DigitalSeriesFestival Giessen

betr.: 1. Festivaltag

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Im letzten Jahr – die Seriale war soeben zum internationalen Festival geworden – hatte es tatsächlich den Anschein, die deutsche Indie-Serienproduktion sei rückläufig. Es gab nicht nur erheblich weniger deutschsprachige Bewerbungen, es kam auch zum ersten Generationswechsel des neuen Genres (wenn diese Metapher gestattet ist): einige der einheimischen Künstler haben die Resonanz auf ihre unabhängige Serienarbeit bereits genutzt und sich in die budgetierte Medienarbeit verabschiedet. Ein Beitrag des aktuellen Programms wiederum ist bereits vom linearen Fernsehen und von Netflix eingekauft worden und nur insofern eine Indieserie, als er unter diesen Bedingungen konzipiert und hergestellt wurde.
Aber der Schein trog: die deutschen Serienmacher sind in der 4. Ausgabe wieder machtvoll vertreten, und unter den internationalen Gästen befinden sich einige bekannte Gesichter und Formate.

Die Seriale ist ein junges Festival, und noch immer ist vieles in Bewegung – was sich schon am stetig sich wandelnden Untertitel ablesen lässt. Und es wird expandiert. Obwohl der Spaß in diesem Jahr  drei Tage dauert, gibt es Überlappungen der Screenings mit dem Beiprogramm, das dem Networking und der Fortbildung gewidmet ist – ich bin gespannt auf das Echo darauf. Neu ist auch die Begrenzung der Laufzeit jedes Beitrags auf 20 Minuten; einige Kürzungen mussten vorgenommen werden. Seit dem Vorjahr ist nämlich nicht nur das Programm angewachsen, sondern auch die durchschnittliche Länge der Episoden. Weiterlesen

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Aufgedampftes – Briefe aus dem Osten (5)

Mitte der 80er Jahre pflegte ich eine Brieffreundschaft mit einem anderen Teenager: Andreas aus dem heutigen Sachsen-Anhalt. Das Nachdenken über Comic-Sammlerstücke wird im nächsten Brief fortgesetzt.

Brief 6Forts. folgt

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„Safer Sex Serenade“ – ein Chanson

betr.: 68. Geburtstag von Effi Effinghausen

Mitte der 80er brach die „Lustseuche“ AIDS offiziell über uns herein, und jene, die keine Lust auf Safer Sex hatten, riefen todesmutig: „Bis ich das habe, wird man es heilen können!“ 33 Jahre später ist AIDS noch immer unheilbar, aber immerhin schreibt die „taz“ dieser Tage auf ihrer Titelseite: „Jetzt ist das Ende von AIDS in Deutschland in greifbarer Nähe“. Also höchste Zeit, dieses Chanson von Eric Gabriel (Text und Musik) und Effi Effinghausen (Übersetzung und Vortrag) aus jenen Tagen noch einmal anzuhören.

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* Siehe dazu auch https://blog.montyarnold.de/2017/12/23/die-sage-von-sonja-ein-chanson/

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Angebote an den Volksmund: Der Schublin

Meine Tante Anneliese war immer in Bewegung. Die meiste Zeit stand sie im Kellergeschoss ihres Hauses an einer breiten Küchenzeile, wo sie ihre zahlreichen Kinder und deren Freunde und Verwandte bekochte und mit Geschichten aus ihrem Leben unterhielt. Im oberen Stockwerk befand sich eine klassische Gute Stube – ein Bereich also, den die Halbwüchsigen nicht betreten durften. Umso geselliger und volksfestartiger ging es in diesem Raum dort unten zu. Weiterlesen

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Von Georgia nach Westeros (11): Theon Graufreud

In dieser Serie wird zusammengebracht, was sich um mehrere Jahrzehnte verfehlt hat: die schillernden Figuren und Schauplätze aus „Game Of Thrones“, der gegenwärtig beliebtesten Serie der Welt, und die Filmmusik des Golden Age of Soundtrack, als man die Themen noch mitsingen und wiedererkennen konnte.

Theon Graufreud
„Gesù di Nazareth – Preludio von Maurice Jarre

Theon Graufreud – der Sohn und Erbe von Lord Balon Graufreud, dem Herrscher der Eiseninseln, und der Bruder von Asha Graufreud – fällt dem Widerling vom Dienst, Ramsey Bolton, in die Hände und wird kastriert, erniedrigt und entmenschlicht. Er leidet sicherlich mehr als jeder andere Charakter in dieser ungastlichen Erzählung. Zwar gelingt es ihm nach zwei Staffeln, aus dieser Not wieder freizukommen, doch er ist derart gebrochen, dass ihn Sansa Stark förmlich zwingen muss, sich wieder aufzurichten und versuchsweise in sein altes Leben zurückzukehren. Weiterlesen

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Die Outtakes von Ralf König (119): „Herbst in der Hose“ (xviii)

Kindermund tut Wahrheit kund
Handyladen 00
Die Szene im Handyladen, in der Konrad noch einmal auf die harte Tour daran erinnert wird, dass er aus einem anderen Jahrhundert stammt, wurde aus Optimierungsgründen neu angefertigt – teilweise wegen des Looks der jungen Verkäufer, teilweise des Dialogs wegen. Später wird Konrad seinem Paul beim Optikerbesuch durch eine ähnlich schwere Stunde hindurchhelfen (siehe oben).
Auch in der verworfenen Version nimmt die Handyladen-Szene mehrere Anläufe.

Handyladen 03 Weiterlesen

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Die wiedergefundene Textstelle: „Romanoff und Julia“, Regieanweisung Erster Akt

betr.: 57. Jahrestag der Film-Premiere von „Romanoff And Juliet“

Das Multitalent Peter Ustinov wäre gern zuerst als Autor wahrgenommen worden, am allerliebsten als Dramatiker. Er hat eine ganze Reihe von Theatertücken verfasst, die auch mit einigem Erfolg gespielt wurden – besonders hierzulande, wo sie von seiner ungeheuren Popularität profitierten. Und doch kennen heute – 14 Jahre nach seinem Tode – die wenigsten seiner Fans irgendeines dieser Werke.
1956 schrieb der unverdrossene Pazifist die Kalter-Krieg-Satire „Romanoff und Julia“, die er 1961 auch verfilmte. Der Inhalt wird auf der Seite des Theaterverlags „Felix Bloch Erben“ so erzählt:

Der General und Präsident des kleinsten Landes Europas versucht, eine Tragödie zu verhindern. Denn der Sohn des bei ihm akkreditierten russischen Botschafters, Igor Romanoff, und die Tochter des amerikanischen Botschafters, Julia Moulsworth, haben ihre Liebe zueinander entdeckt. Da gilt es, bei den unüberwindlichen ideologischen Gegensätzen zwischen den Eltern und der weitläufigen Verwandtschaft das größte Unglück abzuwenden. Mit allen Mitteln. Mit bescheidenen Mitteln. Mit kleinen Freundlichkeiten, denen sich die Betroffenen nicht entziehen können. Denn in dem kleinen Land besitzt die Atmosphäre etwas Eigenartiges und angenehm Zersetzendes.

Wir wollen uns heute die Regieanweisung des ersten Aktes nochmals durchlesen: Weiterlesen

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