Die Outtakes von Ralf König (127): „Herbst in der Hose“ (xxvi)

Musik spielt in Konrads Leben naturgemäß eine große Rolle, und mit einem Liedvortrag landet er beim alten Paul einen besonderen Erfolg. Die letzten vier Bilder dieses Zweiseiters (Seite 158) wurden neugestaltet.

Lied neuFortsetzung folgt
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Am besten nichts Neues

betr.: „Nobody’s Perfect – Eine Lange Nacht über Billy Wilder“, zuletzt im Deutschlandfunk und auf Deutschlandfunk Kultur

Die „Lange Nacht“ im Deutschlandfunk bringt fast viermal im Monat das Kunststück fertig, ein x-beliebiges Thema so zu präsentieren (bzw. zu verfietschern), das man – zufällig hineingeratend – davon absorbiert wird und sich nicht mehr losreißen kann. Leider kommt es doch mal vor, dass ich sie nicht aufzeichne – und mich zuweilen ärgere. Unvergessen mein verspätetes zufälliges Einschalten in eine „Lange Nacht“ zum Thema „Könige der Landstraße“ oder so ähnlich. Die hier dargebotenen Schnurren zum Trucker-Country, dem Fernfahrer im Wandel der Jahrhunderte und zu den Innenansichten der 70er Jahre-Schlagerbranche (was mich alles nicht sonderlich interessiert) waren so packend, die Zeitzeugen so unwiderstehlich, das Kolorit der Bonner Republik, ihrer Popkultur und ihres Medienverhaltens so sehr Teil meiner eigenen Biographie, dass ich  dachte: hättste doch! So schön ist es in dieser Reihe meistens. Aber nicht immer.

Die von mir fröhlich erwartete Sendung „Nobody’s Perfect – Eine Lange Nacht über Billy Wilder“ hinterließ mich seltsam matt. Weiterlesen

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Tierhaargespräche

geführt von Monty Arnold

Nach Paderborn

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Wo nie ein Taktstock zuvor gewesen ist – Der Komponist Bernard Herrmann (7)

Fortsetzung vom 26.7.2018

Herrmanns Oper „Wuthering Heights“ findet eine klangpoetische Entsprechung ebenso für die entfesselten Naturgewalten wie für den Aufruhr in den Herzen seiner Helden. Stilistisch steht das Werk in der Nachfolge von Debussys symbolischen Drama „Pelleas et Melisande“ und geht seinerseits den Opern von Benjamin Britten und Gian Carlo Menotti voraus. Anklänge an Herrmanns eigene Filmmusik „Jane Eyre“ und „The Ghost And Mrs. Muir“ sind herauszuhören, und der heutige Musikfreund vernimmt bereits eine Andeutung von „Marnie“ und „Vertigo“.

„Wuthering Heights“ geriet zu einem künstlerischen Erfolg, wenn die Verbreitung des Werks dem Komponisten auch in den verbleibenden Lebensjahren manche Frustration bereitete. Der 1950 fertiggestellte Vierakter wurde erst 1982 – sieben Jahre nach Herrmanns Tod – von der Portland Opera (Oregon) erstmals aufgeführt. Die zeitgenössische Opernbühne war mit trendigeren Produktionen beschäftigt: Weiterlesen

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Die schönsten Filme, die ich kenne (72): „Familiengrab“

„Familiengrab“ erzählt die Geschichte zweier Gangsterpärchen, die sich aufeinander zubewegen, um im Finale aufeinanderzutreffen – was nur eines der beiden überstehen wird. Das niedriger budgetierte Paar besteht aus einer betrügerischen Spiritistin, deren Liebhaber mit Recherche leisten muss, was ihr an hellseherischer Bestrahlung abgeht. (Strenggenommen ist das gar kein Betrug, denn der Bursche arbeitet sehr gründlich, und seine Ergebnisse haben den Vorzug, keinen esoterischen Schnickschnack zu enthalten.) Das andere Duo gehört zur feineren Gesellschaft, will es aber noch besser haben und möbelt seine Haushaltskasse mit Entführungen wichtiger Persönlichkeiten auf. Weiterlesen

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Der Song des Tages: “Pink Elephants On Parade”

betr.: betr.: 131. Geburtstag von Oliver Wallace / 117. Geburtstag von Ned Washington (in zehn Tagen)

Der erste und zweite Akt des frühen DisneyTrickfilmklassikers “Dumbo, der fliegende Elefant” ist so tragisch und herzzerreißend, dass dringend eine heitere Gesangsnummer hermusste, um die begleitenden Mütter der jugendlichen Zielgruppe nicht zu verschrecken – mindestens als Gegengewicht zu “Baby Mine”. Der Ausweg aus diesem Dilemma war eine stilisierte Ausstattungsnummer, in der die sprichwörtlichen “rosa Elefanten in der Marmelade” (wenn auch ohne Marmelade) einhermarschieren, nachdem der Titelheld und sein Sidekick einen gepichelt haben: “Pink Elephants On Parade”. Das Notenblatt von Ned Washington und Oliver Wallace wünscht sich den Vortrag “brisky”. Weiterlesen

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Lieblingsfilme zum Fürchten

betr.: Spätwerke in der Filmkunst* / Vorbemerkung zum morgigen Blog

Alfred Hitchcocks quasi restlose Anerkennung als Klassiker und ihre Erhebung in den Sprachgebrauch fiel mit dem Moment zusammen, da die Medienbevölkerung jederzeitigen Zugang zu einem Großteil der Filmkunst per tragbarem Gerät errang – auch zu der von Hitchcock. Leider entsagte das Publikum zur selben Zeit dem Konsum „alter Filme“ und der Lektüre von Botschaften, die 160 Zeichen übersteigen. Kaum ein Filmfreund unter 30 hat überhaupt einen Hitchcock-Film vollständig angesehen – diese Statistik mag nicht repräsentativ sein, aber es ist sehr eindrucksvoll, sie immer wieder persönlich zu erheben und zu aktualisieren.
Macht diese bedrückende Ausgangssituation nicht auch die Frage nach den Fehlschlägen des Meisters Hitchcock überflüssig? Keineswegs. Weiterlesen

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Die Outtakes von Ralf König (126): „Herbst in der Hose“ (xxv) – Bockwurst re-revisited

Auf Seite 106 findet das eigentlich vermiedene Date mit „Bockwurst“ (siehe Folgen 116-118) doch noch statt – mit dem erwartbaren bzw. befürchteten Erfolg. Unter der Skizze, die sich weitgehend im Buch wiederfindet, entstanden ein paar Studien der Straßenbahn-Szene.

S. 106_Straßenbahn-Szene

Fortsetzung folgt
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Wie es euch gefällt

betr.: 100. Geburtstag von Artur Brauner

Der Filmproduzent Atze Brauner verdient unsere Hochachtung – schon weil er es rein rechnerisch auf zwei Filme pro Jahr gebracht mit vielen davon Geld verdient hat (- andere Zählungen sprechen von drei). Da dies ausgerechnet in der Bundesrepublik Deutschland geschah, musste die Qualität dieser Produkte etwas bescheidener ausfallen, aber immerhin hat Brauner solchen Unsinn wie die Edgar-Wallace-Filme oder die Winnetou-Reihe nicht erfunden, sondern nur weitererzählt. Dem in die Heimat zurückgelockten Fritz Lang etwa trotzte er zwei quietschbunte Abenteuerklamotten ab, die so provinziell sind, als hätte es weder Hollywood (wo Lang zuvor im Film Noir gewirkt hatte) noch den deutschen Stummfilm (dem er mit „Metropolis“ einen Welterfolg bescherte) je gegeben.
Doch es ist ja nicht so, dass Artur Brauner es nicht auch anders versucht hätte. Weiterlesen

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Aufgedampftes – Briefe aus dem Osten (10)

Mitte der 80er Jahre pflegte ich eine Brieffreundschaft mit einem anderen Teenager: Andreas aus dem heutigen Sachsen-Anhalt. In diesem Brief erfahren wir etwas über das westliche Kino-Angebot im Osten. Im Gegensatz zu James Bond waren französische Filme wie des rechts Abgebildeten oder von Louis de Funès zugänglich. Die erwähnte Sendung „Kennen Sie Kino?“ existiert übrigens nicht einmal mehr in den Archiven des NDR.*

Brief 13
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* Siehe dazu https://blog.montyarnold.de/2015/01/29/ignoranz-und-hoehere-gewalt-oder-der-mythos-vom-archivbrand/
Forts. folgt

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