Tierhaargespräche

DSC_0402Stilleben mit Kalenderblatt

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Von Georgia nach Westeros (3)

In dieser Serie wird zusammengebracht, was sich um mehrere Jahrzehnte verfehlt hat: die schillernden Figuren und Schauplätze aus „Game Of Thrones“, der gegenwärtig beliebtesten Serie der Welt, und die Filmmusik des Golden Age of Soundtrack, als man die Themen noch mitsingen und wiedererkennen konnte.

Die Mauer
„Song From The High Seas“ (Richard Rodgers) aus „Victory At Sea“

Die Mauer ist eine 300 Meilen lange, 200 Meter hohe Wand aus Eisblöcken, die den Inselkontinent Westeros vor den Wildlingen und den „Weißen Wanderern“ des Nordens schützt und von einer Truppe aus tempelritterhaft verschworenen Legionären bewacht wird, den Männern der Nachtwache. Sie ist 8000 Jahre alt und erstreckt sich zwischen einem unzugänglichen Gebirge und einer stürmischen See. Ihr Vorbild ist nicht etwa die Chinesische Mauer, George R. R. Martin gibt den Hadrianswall an, der die Schotten abhalten sollte, in England einzufallen.

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Ein passendes Motiv dazu hat der Musical-Komponist Richard Rodgers für das Fernsehen geschrieben, und zwar für die Doku-Reihe „Victory At Sea“. „Song From The High Seas“ ist der am häufigsten gecoverte Track aus dieser Suite.

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Ganz schön alt, die Kleinen

betr.: Die Comic-Buchreihe „Der Krieg der Knirpse“ (Panini Comics)

Lucas, Lucien, Luigi und Ludwig leben im Waisenhaus der Abtei von Valencourt in der Picardie. Im Sommer 1914 wird ihr Lehrer einberufen, aber für die meisten, vor allem für die Kinder, ist der Krieg noch ein reichlich abstraktes Phänomen. Als sie eines Tages das Artilleriefeuer hören können, beschließen die Freunde, sich im Wald ein Baumhaus einzurichten. Als sie die Evakuierung ihres Dorfes verpassen, wird dieser Rückzugsort zu ihrem Zuhause. Bang sehen die Kinder dem Winter entgegen. Der deutsche Deserteur Hans freundet sich mit ihnen an und hilft, obwohl man einander nicht versteht. Nach seinem Tod beschließen die Kinder, ihren Unterschlupf aufzugeben. Die Front rückt näher, und sie wollen versuchen, sich in die nächste größere Stadt durchschlagen. Doch der Weg ist voller Gefahren, und die umliegenden Städte von den Deutschen besetzt.
Zu den Opfern, die der Krieg fordert, gehört schließlich auch der Zusammenhalt der inzwischen fünfköpfigen Gruppe.

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Der Horror der Zeitläufte steht den jungen Helden ins Gesicht geschrieben – zweiter Band der Reihe.

Den Krieg aus der Sicht von Kindern zu schildern, ist nicht nur (tragischerweise) überaus zeitgemäß, es kann auch erzählerisch reizvoll sein – wie „Die Blechtrommel“ beweist oder der französische Filmklassiker „Die Spielregel“ (1939). Weiterlesen

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Die schönsten Filme, die ich kenne (61): „Ein Mann sieht rosa“

Dem Dilemma, es seien längst alle Geschichten erzählt worden, und man könne nicht anders, als sie nur noch zu wiederholen, entgeht man am besten, indem man sich dicht am Puls der Zeit bewegt. Der „placard“ im Originaltitel dieser französischen Komödie ist jener sprichwörtliche Schrank, in dem sich Schwule verstecken, wenn sie sich als Heteros ausgeben bzw. darauf spekulieren, von selbst dafür gehalten zu werden. Homosexualität ist im Jahre 2001 kein abendfüllendes Drama mehr, aber noch sind genug fiese Vorurteile übrig, die von der political correctness nur mühsam in Schach gehalten werden.

Der herzensgute, langweilige Francois Pignon (Daniel Auteuil) arbeitet als Buchhalter einer Fabrik für Kautschukprodukte. Als er durch Zufall von seiner bevorstehenden Entlassung erfährt, verliert er den letzten Lebensmut – vor zwei Jahren ist bereits seine Ehe gescheitert – und will sich vom Balkon stürzen. Sein neuer Nachbar, der pensionierte Psychologe Belon, hält ihn davon ab und macht ihm einen Vorschlag: wenn er sich als Schwuler ausgäbe, entstünde der Eindruck, man wollte ihn genau aus diesem Grund entlassen. Diesen Vorwurf würde eine Firma, die vor allem Kondome produziert, nicht riskieren. Weiterlesen

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Tierhaargespräche

betr.: Olaf Scholz wird kommissarischer SPD-Vorsitzender

Jusos
Text und Zeichnung: Monty Arnold

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Die Outtakes von Ralf König (104): „Kölner Karneval“ (iv)

  • Go betr.: Veilchendienstag

Dieses vierteilige Fundstück aus dem Kölner Karneval der 90er Jahre wurde für ein veröffentlichtes Abenteuer ausgeschlachtet.

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Die Outtakes von Ralf König (103): „Kölner Karneval“ (iii)

betr.: Rosenmontag

Dieses vierteilige Fundstück aus dem Kölner Karneval der 90er Jahre wurde für ein veröffentlichtes Abenteuer ausgeschlachtet.

KK06
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Der Song des Tages: „Laugh, Clown, Laugh“

betr.: Karnevalssonntag

Dieses Walzerlied aus der späten Stummfilmzeit ist vollständig over the top, eine seltsam homogene Mischung aus aufrichtigem Bekenntnis und schreiender Parodie, wirklicher camp. Folgerichtig wurde es in Deutschland von Paul O’Montis vorgetragen („mit flüsterndem Orchester“), einem jener oszillierenden Kabarettkünstler der Weimarer Republik, die mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus unter die Räder kamen.

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Die Outtakes von Ralf König (102): „Kölner Karneval“ (ii)

betr.: Karnevalssamstag

Dieses vierteilige Fundstück aus dem Kölner Karneval der 90er Jahre wurde für ein veröffentlichtes Abenteuer ausgeschlachtet.

KK04
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“Franquin“ – Ein Luxus-Fragment

“Franquin – Meister des Humors“ (Carlsen Verlag 2017) ist ein verschwenderischer Prachtband, die hochwillkommene Würdigung eines der einflussreichsten frankobelgischen Comic-Künstler überhaupt – und doch ein Torso. Während der Torso in der bildenden Kunst durchaus ein vollständiges Werk darstellen kann, wirkt „Franquin“ bei aller Ausführlichkeit wie der Mittelteil eines dickeren Buches.

André Franquin – Zweiter Akt
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Zunächst einmal hat die von José-Louis Bocquet und Eric Verhoest gewählte chronologische Struktur einiges für sich, die sich an der Präsentation der von André Franquin geschaffenen bzw. mitgestalteten Alben orientiert. Zu jedem Band wird eine solche Fülle von Abbildungen, Zitaten und Anekdoten geliefert, dass für die hochproduktiven 30 Jahre von 1951 bis 1981 der Eindruck einer umfassenden Künstlerbiographie entsteht (wiewohl der Untertitel lediglich von einer Werkschau spricht). Diese setzt die Kenntnis von Franquins Vorgeschichte voraus, als dieser 1946 mit einigen anderen späteren Comic-Legenden im Verlag von Charles Dupuis zusammentrifft. Ebensowenig wird uns vom Charakter „Spirou“ verraten, dessen Serie und Gestaltung Franquin übernehmen und den er zum Klassiker weiterentwickeln wird. Weiterlesen

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