Von Georgia nach Westeros (8): Jaime Lannister

In dieser Serie wird zusammengebracht, was sich um mehrere Jahrzehnte verfehlt hat: die schillernden Figuren und Schauplätze aus „Game Of Thrones“, der gegenwärtig beliebtesten Serie der Welt, und die Filmmusik des Golden Age of Soundtrack, als man die Themen noch mitsingen und wiedererkennen konnte.

Jaime Lannister
„Paying Off Scores“ aus „For A Few Dollars More“ von Ennio Morricone

Jaime Lannister trägt alle äußeren Kennzeichen eines edlen Recken: Charisma, Sex-Appeal, langes güldenes Haar, ritterliches Erscheinungsbild. Dieses Image ändert sich auch nicht, als er im Lauf der Zeit schwer geprüft und gerupft, sein Haar gekürzt wird und er eine Hand verliert. In der Tat zählt er zu den naughty boys des Ensembles, und als solcher muss er in regelmäßigen Abständen schreckliche Dinge tun: einen kleinen Jungen aus dem Schlossfenster schmeißen, den König umbringen und immer wieder mit der eigenen Zwillingsschwester schlafen, die überdies das verkommenste Subjekt ist, das die ganze Geschichte zu bieten hat. Dabei muss der schöne Jaime all seinen Charme und seine guten Absichten aufbieten, damit ihm der Zuschauer nicht von der Stange geht. Immerhin kommen ihm im Lauf der Zeit nagende Zweifel an der Richtigkeit seines Weges, doch als Edelmann ist man gewissen Zwängen unterworfen.
Jaime Lannister ist eine fehlgeleitete Version des grüblerischen  Outlaws aus dem Spaghetti-Western, ein Clint Eastwood ohne moralischen dessen Kompass.

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