Dies unsagbar böse Gesicht

betr.: 8. Todestag von R. G. Armstrong

R. G. Armstrong wird von der einschlägigen Fachliteratur als „Fernsehschauspieler“ gelistet. Als solcher kann man es über die Jahre zu einer beachtlichen Liste an Einträgen bringen, ohne vom Publikum jemals bemerkt oder wiedererkannt zu werden, so hat er es in Knapp 50 Karrierejahren auch gehalten!

Die Corona-Krise brachte es mit sich, dass ich mir in den zwei strengen Monaten des Lock-Downs eine alte US-TV-Serie anschaute. Im Mittelpunkt einer Episode von „Alfred Hitchcock Presents“ stand ein finsterer Farmer, der zu religiösen Rachephantasien neigt, ein monströses Urviech in Latzhose. Ich wusste sofort, wo ich dieses Gesicht schon einmal gesehen hatte: vor knapp 40 Jahren bei einem kurzen Auftritt als greiser Friedhofsgärtner in der Serie „Der Denver-Clan“. Er trat damals kurz ins Bild und erschreckte mich fürchterlich – ganz wie es sich die Regie gewünscht hat.
Der schreckliche erste Eindruck trog nicht: der Alte mit der Scheiß-Laune entpuppte sich später als Kindesentführer.

Normalerweise kann ich mir Gesichter – auch hübsche oder sonstwie auffällige – schwer merken. Und wenn doch, bin ich unfähig, sie richtig einzuordnen.
Das Gesicht von R. G. Armstrong ist eine Ausnahme, und das, obwohl er bei unserem Wiedersehen mehr als 20 Jahre jünger war.
Von jetzt an werde ich mir auch seinen Namen merken.

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