Der Komiker als Filmheld (10): „Funny Bones“

In dieser Reihe werden Filme vorgestellt, deren Helden Komiker sind. Nach einer kurzen Inhaltsangabe werden die Filme hauptsächlich danach beurteilt, wie kundig und glaubhaft sie diesen Beruf abbilden. (Meistens entspricht dieser Aspekt aber auch der Gesamtnote.) Biopics werden an anderer Stelle behandelt.

10. „Funny Bones“, USA 1995

„Funny Bones“ zeigt einen erfolglosen Stand-Up Comedian auf Abwegen. In der Eröffnungssequenz erleben wir das Absaufen vor einem wohlwollenden, aber unerheiterten Auditorium aus der Perspektive des Künstlers. Das ist packend und ohne Schnickschnack in Szene gesetzt. Wir erkennen, wie wichtig auch die äußeren Umstände sind, z.B. wer unmittelbar zuvor aufgetreten ist.
Nach dieser Schmach flüchtet der Held sowohl geographisch als auch künstlerisch: er sieht sich unter den Gauklern in Blackpool um, wo sein berühmter Vater die ersten Schritte tat. Ab jetzt geht es nicht mehr vorrangig um Stand-Up, aber noch immer um die Letzten Dinge der Comedy wie Timing, Dialog mit dem Publikum, Grausamkeit als wesentlichen Bestandteil des Witzes, Wahrhaftigkeit und Handwerk. Kurz vor dem Finale wird uns sogar eine wichtige Grundregel von einem der ganz Großen erklärt.*
Es ist ein großartiger Film für alle, die vor ein Publikum treten möchten – egal womit.

Näheres dazu unter https://blog.montyarnold.de/2018/10/17/funny-bones/
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* Der findet sich auch unter https://blog.montyarnold.de/2020/05/20/der-funny-bones-comedian/

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