Zeitalter der Comic-Kunst (3): The Atom Age

Diese Serie mit Artikeln zur Geschichte der Marvel Comics aus dem Silver Age ist eine Übernahme aus dem Fanmagazin „Das sagte Nuff“ (2005-10). Ich bedanke mich herzlich für die Genehmigung, sie hier wiederzugeben.

Das Atom Age (1946-1956)

Während es um die Superhelden etwas ruhiger wurde, brach die große Zeit eines Verlags an, der beinahe gar keine Comics mehr produziert hätte: EC. Educational  bzw. Entertaining Comics-Herausgeber Max C. Gaines verunglückte 1947, und sein Sohn William übernahm die Geschäfte. Zusammen mit Redakteur Al Feldstein entwickelte er Horrorgeschichten und benannte bisherige Titel wie „Crime Patrol“, „War Against Crime“ und „Gunfighter“ kurzerhand in „Crypt Of Terror“, „The Vault Of Horror“ und „The Haunt Of Fear“ um. Während andere Verlage weiterhin Liebesschnulzen und Detektivcomics produzierten, verpflichtete Gaines für seine Gänsehautserien so großartige Zeichnertalente wie Jack Davis, Wallace Wood, Graham Ingels und Jack Kamen, deren Können bei den Horror-Storys voll zum Einsatz kam. Mit der Veröffentlichung seiner Untersuchung „Seduction Of The Innocent“ (Verführung der Unschuldigen) wäre es Dr. Frederic Wertham 1954 beinahe gelungen, den Comics – allen voran Horror-Comics – den Garaus zu machen. Die Öffentlichkeit stellte sich gegen die Comic-Schaffenden. Die Comics Code Authority zur Überwachung der Veröffentlichungen wurde gegründet, was zwei Jahre später die Einstellung aller EC-Horrortitel zur Folge hatte. William Gaines konzentrierte sich fortan auf sein „MAD Magazine“. Trotz aller Widrigkeiten erfreuen sich die EC Comics noch immer großer Beliebtheit, wovon unzählige Reprints und ein prall recherchiertes Coffetable-Book des Taschen Verlags zeugen. Auf Deutsch erschienen einige EC-Titel bei Williams als „Der beste Horror aller Zeiten“ und als „Phantastische Geschichten“ bei Hethke.

Im Hause Marvel erschienen „Strange Tales“ (1951) und „Journey Into Mystery“ (1952), DC brachte „My Greatest Adventure“ (1955), „Tales Of The Unexpected“ (1956) und die Reihe „Showcase“ (1956) heraus. Zuvor gab es 1953 ein kurzzeitiges Revival der Golden-Age-Helden Captain America, Sub-Mariner und der Menschlichen Fackel in der # 24 von „Young Men“.

Dieser Beitrag wurde unter Comic abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.